Sommerkonzert 2019

Am Freitag, den 12. Juli 2019 um 20 Uhr spielt die Akademische Philharmonie Heidelberg ein letztes Mal unter dem Dirigat von Jesko Sirvend in der Stadthalle Heidelberg.
Eröffnet wird der Abend mit Wolfgang Amadeus Mozarts Symphonie Nr. 40 in g-Moll. In nur wenigen Wochen schrieb Mozart diese seine vorletzte Symphonie, die dennoch zu Recht eines der beliebtesten und bekanntesten klassischen Werke überhaupt darstellt.
Es folgt das 1981 von Leonard Bernstein komponierte Werk Halil für Flöte, Streichorchester und Schlagwerk. Das Stück ist einem jungen israelischen Flötisten gewidmet, der 1973 während des Yom Kippur Krieges getötet wurde. Mit seinen beeindruckenden Klangfarben und seinen Wurzeln in der Zwölftontechnik bildet es einen idealen Gegenpol zu der klassischen Form der Mozartsymphonie. Der anspruchsvolle Solopart wird von der hervorragenden Flötistin Ayla Emanet gespielt, die dem Orchester bereits seit 2013 verbunden ist, als sie die Akademische Philharmonie auf deren erste Chinareise begleitete.
In der zweiten Hälfte des Konzertabends betritt das Orchester schließlich mit einer der größten Besetzungen die Bühne, in der es je gespielt hat, um die monumentale Alpensinfonie von Richard Strauss aufzuführen. Das Werk beschreibt in vollen Klangfarben eindrücklich die Besteigung eines Alpengipfels an einem Tag sowie die Rückkehr, während derer der Bergsteiger in ein Gewitter gerät. Neben der vordergründigen programmusikalischen Darstellung einer Bergwanderung verarbeitete der Komponist jedoch auch philosophische Ansätze zur Deutung des menschlichen Lebens an sich: Noch bis kurz vor seiner Erstaufführung trug das Stück den Untertitel "Der Antichrist" nach dem bahnbrechenden Werk Nietzsches, der Strauss auch bereits zu seiner bekannten Tondichtung "Also sprach Zarathustra" inspiriert hatte.
Mit diesem vielfältigen und klanggewaltigen Konzertprogramm wird nach zehn Jahren fruchtbarer Zusammenarbeit Jesko Sirvend, der künstlerische Leiter des Orchesters, verabschiedet.